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Ukrainische Studienreise zu Gast bei QLEE

Ukrainische Studienreise auf dem EUREF-Campus in Berlin
Ukrainische Studienreise auf dem EUREF-Campus in Berlin

Wie lässt sich die Energiewende in Kohleregionen gestalten und wie können die Menschen vor Ort den Wandel mittragen? Darüber tauschten sich QLEE und eine ukrainische Studienreise auf dem EUREF-Campus in Berlin aus.

Wie unterschiedlich die Herausforderungen der Energiewende sein können und wo es trotzdem gemeinsame Anknüpfungspunkte gibt, wurde bei einem besonderen Treffen deutlich: Das QLEE-Team begrüßte eine Gruppe von Vertreterinnen und Vertretern ukrainischer zivilgesellschaftlicher Organisationen auf dem EUREF-Campus in Berlin.

Die Studienreise fand im Rahmen des GIZ-Projekts Power 4 Just Transition statt. Zu den teilnehmenden Organisationen gehörten unter anderem die DiXi Group, ein unabhängiger ukrainischer Think-Tank, der sich auf den Energie- und Klimasektor spezialisiert.

Das Projekt unterstützt den gerechten Strukturwandel in ukrainischen Kohleregionen. Dabei spielen neben der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung auch die Auswirkungen des Krieges und die Widerstandsfähigkeit der Energieversorgung eine wichtige Rolle.

Einblicke in die Energiewende und den Strukturwandel in der Lausitz

Zum Auftakt erhielten die Gäste bei einer kurzen Führung einen Einblick in den EUREF-Campus als Innovationscampus und Reallabor für die Zukunft von Energie und Mobilität.

Anschließend begrüßten der Abteilungsleiter Nationale und Internationale Projekte des BEE, sowie das QLEE-Team die Teilnehmenden und stellten das Projekt vor.

Im Mittelpunkt standen dabei die Erfahrungen aus der Arbeit in der Lausitz: Wie gelingt es, Menschen in transformationsbetroffenen Gebieten zu erreichen und einzubeziehen? Welche Rolle spielen junge Menschen bei der Gestaltung des Wandels? Und wie können Kommunen, lokale Projekte und weitere regionale Akteure zusammenarbeiten?

QLEE gab Einblicke in die eigene Netzwerkarbeit und berichtete darüber, welche Ansätze sich in der Zusammenarbeit mit Kommunen und der Zivilgesellschaft bewährt haben.

Was die Energiewende in der Ukraine bewegt

Mindestens genauso spannend waren die Perspektiven der ukrainischen Gäste. Im gemeinsamen Erfahrungsaustausch und in einer anschließenden Fragerunde ging es um die aktuelle Situation der Menschen in der Ukraine und die Entwicklung der erneuerbaren Energien unter den besonderen Bedingungen des Landes.

Ein wichtiges Thema war dabei, welche Bedeutung erneuerbare Energien für die Widerstandsfähigkeit der Energieversorgung haben können. Gerade angesichts der Kriegsauswirkungen wird deutlich, dass die Energiewende nicht nur eine Frage des Klimaschutzes ist, sondern auch mit Versorgungssicherheit und Resilienz zusammenhängt.

Der Austausch zeigte: Die Rahmenbedingungen in der Lausitz und den ukrainischen Kohleregionen unterscheiden sich deutlich. Dennoch beschäftigen beide Regionen Fragen, die über technische Lösungen hinausgehen. Wie werden Menschen in Veränderungsprozesse einbezogen? Wie können lokale Akteure Verantwortung übernehmen? Und welche Kompetenzen braucht es, um den Wandel vor Ort zu gestalten?

Internationaler Austausch eröffnet neue Perspektiven

Für QLEE war der Besuch eine wertvolle Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen zu teilen und gleichzeitig neue Einblicke in die Situation einer anderen Transformationsregion zu gewinnen.

Der Austausch hat gezeigt, wie wichtig es ist, Erfahrungen über regionale und nationale Grenzen hinweg zusammenzubringen. Nicht jeder Ansatz lässt sich direkt übertragen. Aber unterschiedliche Perspektiven helfen dabei, die eigenen Herausforderungen besser zu verstehen und neue Ideen für die Arbeit vor Ort zu entwickeln.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für das offene Gespräch und die spannenden Einblicke. Der Austausch soll weitergehen!

Datum

29.10.2026

Autor

Leonie Seifert

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