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Rückblick auf die kompakte Zukunftsakademie Lausitz 2026

© QLEE
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Die diesjährige kompakte Ausgabe der Zukunftsakademie Lausitz sollte eigentlich als Fahrradtour (PEDAL POWER) durch Cottbus stattfinden. Aufgrund der angekündigten Hitze und Unwetter wurde das Programm jedoch kurzfristig angepasst. Stattdessen ging es ins Commoning Cottbus (CoCo), einem vom Fachgebiet Stadtmanagement der BTU Cottbus-Senftenberg gemeinsam mit städtischen Akteuren und Initiativen geschaffenen Treff- und Projektraum.

Gemeinsam ins Gespräch kommen

Gemeinsam mit Studierenden der Technischen Universität Berlin, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und zwei Auszubildenden der LEAG sprachen wir über die Zukunft der Lausitz und die unterschiedlichen Perspektiven darauf. Diskutiert wurden unter anderem die Themen Rekultivierung, Tourismus, Stadtentwicklung und neue Ideen für Kommunen.

Impulse aus lokalem Engagement, Wissenschaft und Politik

Den Auftakt der Vorträge machte Nadine von der Initiative Peer to Peer. Sie berichtete, wie aus dem Engagement junger Menschen in Sandow ein Ort entstanden ist, an dem heute vielfältige Projekte und Ideen verwirklicht werden. Die anschließende Diskussion zeigte, wie groß das Interesse an Jugendbeteiligung und ehrenamtlichem Engagement ist.

Im Anschluss gaben Mitarbeitende aus dem Wahlkreisbüro von Lars Katzmarek Einblicke in ihre tägliche Arbeit. Sie berichteten, welche Themen sie aktuell beschäftigen und welche Rolle der Strukturwandel dabei spielt. Für die Studierenden bot sich so die Gelegenheit, politische Arbeit vor Ort aus einer sehr persönlichen Perspektive kennenzulernen.

Den Abschluss des Vormittags bildete Katharina Beste vom RIFS Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit mit der Vorstellung ihrer Masterarbeit zu feministischen Perspektiven im Strukturwandel. Besonders spannend war die Erkenntnis, dass die Lausitz in vielen Bereichen bereits weiter ist, als häufig angenommen wird. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig attraktive Zukunftsperspektiven für junge Frauen in der Region sind.

Strukturwandel vor Ort erleben

Am Nachmittag führte unser Mitveranstalter Revierwende uns bei einem gemeinsamen Spaziergang durch Cottbus zum Brandenburgischen Museum für Moderne Kunst im ehemaligen Dieselkraftwerk. Dort gab es Einblicke von Marko Schmidt in die Arbeit des Projekts sowie in die Herausforderungen und Chancen des Strukturwandels. Dabei standen nicht nur wirtschaftliche Entwicklungen im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie Beschäftigte und Regionen den Wandel aktiv mitgestalten können.

Zurück im CoCo waren die Teilnehmenden selbst gefragt. In Kleingruppen entstanden kreative Collagen dazu, wie die Lausitz im Jahr 2038 aussehen könnte sowie zum Thema lokale Identität: Was bedeutet es eigentlich, Lausitzerin oder Lausitzer zu sein? Wie stellen sich die Menschen ihre Zukunft in der Region vor?

Gerade dieser Austausch machte deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven auf die Lausitz sein können und wie wertvoll es ist, Menschen mit verschiedenen Erfahrungen und Perspektiven zusammenzubringen.

Zukunft gemeinsam gestalten

Viele der Studierenden waren beeindruckt vom großen Engagement in der Lausitz und davon, wie selbstverständlich sich zahlreiche Menschen für ihre Heimat und den Strukturwandel einsetzen. Gerade dieser Austausch unterschiedlicher Perspektiven hat gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind und wie sie gegenseitiges Verständnis fördern.

Unser Dank gilt allen Referierenden, Teilnehmenden und Partnerorganisationen, die mit ihren Impulsen und ihrem Engagement zum Gelingen der kompakten Version der Zukunftsakademie 2026 beigetragen haben. Sie alle haben gezeigt: Strukturwandel lebt vom Dialog, vom Miteinander und von Menschen, die bereit sind, Ideen zu teilen und Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Datum

30.06.2026

Autor

Leonie Seifert